Exkursion nach Mauthausen und Linz

Nach einer intensiven, teilweise auch fächerübergreifend durchgeführten Vorbereitung (Thema 2. Weltkrieg, Holocaust, Fächer Geschichte / Deutsch) starteten die Klassen 4b, 4c, 4d mit ihren Lehrpersonen Martina Meßmer (KV 4b), Henning Bauch, Franziska Moosmann (KV 4c), Katharina Lanser (als Ersatz für Sabine Mirrione) und Judith Wieser (KV 4d) am 25. März 2026 um 8 Uhr mit der Busunternehmen Auderer in Richtung Mauthausen.

Durch viele lustige Gespräche verging die Busfahrt schnell. Dann erhob sich mit einem Mal das große, einschüchternde Gebäude aus der hügeligen Landschaft in der Nähe von Linz. Die steinerne Mauer wirkte auf den ersten Blick wie eine Burg. Unser Tourguide zeigte uns zuerst die Umgebung und das Äußere des Gebäudes, sie erzählte uns viel Interessantes über die Außenanlagen des ehemaligen KZs Mauthausen. Sehr überraschend für uns war der Fußballplatz, auf welchem die SS-Mannschaften gegeneinander spielten. Direkt daneben befand sich nämlich das Sanitätslager der Insassen, das den Zuschauern die Möglichkeit verschaffte, auf die abgemagerten, kranken Gefangenen zu blicken. Besonders schockierend war außerdem (unter anderem) der Steinbruch, die Lage des KZ so nahe an bewohnten Siedlungen und natürlich die Innenanlagen (wie die Duschanlagen und der Todesbereich). Wir stellten interessiert Fragen und arbeiteten aktiv mit.

Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus nach Linz und bezogen Quartier im Hotel Stadtoase Kolping in der Altstadt. Nach dem Abendessen spazierten wir durch strömenden Regen bis zum Mariendom. Dort starteten wir unsere nächtliche Führung. Mit Taschenlampe ausgestattet ging es eine 30 Meter hohe Wendeltreppe hinauf. Dort wurde uns über die acht Tonnen schwere Marienglocke erzählt, die auch die größte im ganzen Dom ist. Auf 30 Metern Höhe bewegten wie uns auf dem kreuzförmigen Dom. Trotz der (für manche) erschreckenden Höhe hatten wir eine beeindruckende Aussicht. Auf dem Weg nach unten gingen wir durch den Innenraum des Mariendoms. Wir blickten (immer nur im Schein unserer Taschenlampen) auf den Altar und die große Orgel. Um die schönen Fenster des neugotischen Doms betrachten zu können, mussten wir jedoch die Taschenlampen ausschalten, damit das Licht von außen die Glasfenster erleuchten konnte. Die Fenster stammen von einer großen Glasfirma aus Innsbruck, erzählte uns der Domführer. Die flächenmäßig größte Kirche Österreichs hat im Keller eine kleine Kapelle, unter der die Bischöfe begraben liegen. Um 21 Uhr war die Taschenlampenführung zu Ende und wir kehrten zum gemütlichen Teil des Abends in unser Hotel zurück.

Am darauffolgenden Vormittag gab es im Ars Electronica Center von künstlicher Intelligenz bis hin zur Forschung spannende Erklärungen, Experimente und Technologien zu entdecken. Das sechsstöckige Gebäude hatte viele Themenbereiche mit ausführlichen Führungen und Erklärungen zu bieten. Unser Guide versuchte uns dies alles genau, aber auch schnell und lustig zu präsentieren. Sehr faszinierend war das 8K-Kino mit den 3D-Brillen, in dem man extrem weit in ein Bild hineinzoomen, aber auch in das Universum eintauchen und sogar interaktive Tanzeinlagen genießen konnte.  Damit war die Exkursion beendet und es folgte nur noch die Rückreise nach Stams.

Zusammenfassend war der Ausflug eine persönliche sowie geschichtliche Bereicherung, da es wichtig ist, dass man sich auch mit den dunklen Kapiteln der Vergangenheit auseinandersetzt und darüber Bescheid weiß. Außerdem war die Verbindung der Ausflüge Mauthausen und Linz eine Möglichkeit, diese Ecke Österreichs kennen zu lernen. Ein besonderer Dank geht an Sabine Mirrione, die Förderungen von Land Tirol und dem OeAD-Programm „Erinnern.at“ lukrieren konnte. Weiters bedanken wir uns bei den Klassenvorständinnen für die Organisation der Klassenfahrt.

Gemeinschaftstext der Klasse 4c