Südtirol-Projekt

Die dreitägige Exkursion der 6A und 6G nach Südtirol bot eine gelungene Mischung aus Geschichte, Kultur und gemeinschaftlichem Erleben – und hinterließ am Ende viele Eindrücke, ein wenig Müdigkeit, aber auch zufriedene Gesichter.

Gleich zu Beginn stand die beeindruckende Festungsanlage Franzensfeste auf dem Programm. Bei der Führung wurde schnell deutlich, welch gewaltiger Aufwand im 19. Jahrhundert betrieben wurde, um diese militärische Anlage zu errichten – unter schwierigen Bedingungen und mit enormem Menschen- und Materialeinsatz. Umso erstaunlicher, dass sie nie für Verteidigungszwecke genutzt wurde. Besonders eindrucksvoll war die Erkundung der zahlreichen Räume sowie der Aufstieg über 492 Treppenstufen bis in den oberen Teil der Festung, die von den Schüler*innen mit erstaunlichem Elan bewältigt wurden. Die Mühe wurde mit einem herrlichen Blick auf den Stausee und die umliegende Landschaft belohnt.

 

Untergebracht war die Gruppe erneut in der Jugendherberge Brixen. Die zentrale Lage erwies sich als ideal, um auch etwas Freizeit und ungezählte Eiskugeln in der kleinen, ruhigen aber durchaus charmanten Stadt Brixen zu genießen. Wie gewohnt überzeugte die Unterkunft mit sehr gutem Essen und unkompliziertem Komfort.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Stadtführung in Bozen, die in zwei Gruppen stattfand. In den Führungen wurden die Ursprünge und Besonderheiten der Stadt sowie wichtige Aspekte der Zeitgeschichte – etwa im Zusammenhang mit der Autonomie Südtirols – anschaulich und alltagsnah vermittelt. So entstand ein lebendiges Bild davon, was das Leben in dieser Region prägt.

Deutlich mehr Einsatz war von den Schüler*innen im Dokumentationszentrum Siegesdenkmal am Siegesplatz gefordert. Mit vorbereiteten Materialien machten sie sich eigenständig auf die Suche nach Antworten durch Beobachtungen am Denkmal selbst und in der Ausstellung im Inneren. Am Abend wurden die Ergebnisse gemeinsam reflektiert und diskutiert – ein gelungener Abschluss eines intensiven Tages.

Am dritten Tag führte der Weg ins Sterzinger Moos, wo hoch über der Umgebung die Burg Reifenstein thront. Der junge Burgpächter nahm die Gruppe mit auf eine faszinierende Reise ins Mittelalter. Neben architektonischen Besonderheiten der Anlage wurden auch viele überraschende Details zum damaligen Leben lebendig vermittelt. Trotz der Kälte in den alten Mauern blieb dieser Programmpunkt besonders eindrucksvoll.

Zum Abschluss ging es noch in die Stadt Sterzing für einen letzten Rundgang und ein gemeinsames Mittagessen und Eis, bevor schließlich die Heimreise anstand.

Ein großer Dank geht an den Elternverein, der diese Reise heuer finanziell unterstützt hat.

Mirrione Sabine, Werthmann Markus und Mahlknecht Sabine