„Auf der Flucht“ – Lesung mit Karin Ammerer

„Ich habe begonnen, Geschichten zu schreiben, weil ich wollte, dass alle meine Schüler*innen gut lesen lernen“ – so beschreibt die steirische Autorin Karin Ammerer ihren Weg zur Schriftstellerin. Als die Flüchtlingswelle im Jahr 2015 dann 40 Flüchtlinge auch in ihr kleines Heimatdorf spült, engagiert sie sich und beginnt, den Menschen Deutsch beizubringen. In diesen Deutschkursen lernt aber auch sie sehr viel, wie sie den Klassen 3a und 3d eindrücklich erzählt. Die Geflüchteten fassen Vertrauen zu Karin Ammerer und berichten immer mehr über das schwierige Leben in ihrer Heimat: Sie erfährt vieles über die Repressionen durch den IS, die beginnenden Kämpfe und schließlich die Flucht zu Fuß, in LKWs und über das Meer. Karin Ammerer ist davon sehr bewegt und fasst diese Berichte im Roman „Auf der Flucht“ zu einem (auf Tatsachen beruhenden“ Roman zusammen.

In ihrer Lesung erzählt sie den Schüler*innen aus dem Leben der Flüchtlinge und liest aus dem Roman vor. Die Stimmung in der Aula war bei den 40 anwesenden Jugendlichen konzentriert, interessiert und bisweilen konnte man das Erschrecken über die Schilderungen direkt spüren. Karin Ammerer geht es laut eigenen Aussagen darum, Verständnis und ein kleines bisschen Mitgefühl für die Situation der Flüchtenden zu erwirken – das ist ihr bei uns sicherlich gelungen.

„Ich finde es interessant, dass viele Menschen nicht die gleichen Rechte haben wie wir und dass wir eigentlich sehr zufrieden sein sollten mit dem, was wir haben.“(Elena F. 3d)

„Mir hat es sehr gut gefallen und es hat mich sehr bewegt. Es hat mir einen neuen Einblick in das Leben in einem kriegsbefallenen Land gegeben und wie sehr die Leute sich dort Freiheit wünschen.“ (Florentina, 3d)

„Die Lesung war sehr interessant und ich habe zuvor nicht gewusst, wie schlimm es in anderen Ländern zugeht. Ich fand es sehr cool, dass es die Möglichkeit gab, mehr darüber zu erfahren.“ (Katharina, 3d)