Was bedeutet eigentlich „Populismus“ und könnte er einer funktionierenden Demokratie gefährlich werden?
Mit Fragen wie diesen beschäftigte sich die 4c-Klasse in einem fächerübergreifenden Workshop Geschichte/politische Bildung und Deutsch. Zwei angehende Profis im Bereich Politikwissenschaften, Studierende der Uni Innsbruck, besuchten uns und klärten vorab Begriffe wie „Volk“, „Demokratie“ und „Pluralismus“. Schön war zu sehen, wie wir im Zuge dieser Arbeit an unseren Workshop im Parlament in der Wienwoche letztes Schuljahr erinnert wurden und uns Grundsätze wie „die drei Säulen der Demokratie“ wieder begegneten. Nach diesem Theorieteil ging es auch schon in die Praxis: Zuerst wurden Merkmale des Populismus erklärt und dann waren die Schüler*innen an der Reihe, Ausschnitte aus Reden bekannter Politiker*innen von heute zu untersuchen. Mit vielen Ideen und analytischem Gespür gelang es den Jugendlichen rasch, populistische Aussagen zu entlarven und über deren Wirkung zu diskutieren.
Auch in den nächsten Unterrichtsstunden begleitete uns das Thema und auf die Frage, ob Populismus unserer Demokratie gefährlich werden kann, antwortete die Klasse mit: „Ja, weil schwierige Probleme mit viel zu einfachen Lösungen behandelt werden“ oder „Ja, weil eine Spaltung in ein ‚Wir‘ und ‚die anderen‘ geschieht“. Die Schüler*innen stellten Parallelen zur Vergangenheit fest, wo Fremd- und Feinbilder auch zur Ausgrenzung und Ermordung von Menschen führten. Alles in allem betrachtet haben sich durchaus interessante Gespräche zwischen den Schüler*innen entwickelt und es wurde ein kritischer Blick auf Aussagen von Politiker*innen geschärft. Vielen Dank an Susanne Reitmair-Juárez vomInstitut für Politikwissenschaften der Universität Innsbruck für die Organisation dieses interessanten Workshops!
Sabine Mirrione und Franziska Moosmann