GEDANKEN ZUR LANGFORM DES GYMNASIUMS
Noch hat es uns nicht die Sprache(n) verschlagen!
Prof. Mag. Gudrun Aeberli 2003

 

Obwohl die Lernenden laut Unterrichtsministerin gerade im typenbildenden Sprachenbereich „entlastet“ werden müssen, wollen wir am Meinhardinum alles daran setzen, eine möglichst vielfältige, fundierte und ausbaufähige sprachliche Grundausbildung aufrechtzuerhalten.

Eine Besonderheit des Meinhardinums ist die Möglichkeit, in der dritten Klasse zwischen Latein und Französisch zu wählen (Schulversuch). Im letzten Abschnitt dieses Artikels finden Sie ein paar Gedankensplitter zur Entscheidungshilfe.

Vorher aber einige grundsätzliche Überlegungen zum neusprachlichen Gymnasium:

bulletDas neusprachliche Gymnasium versteht sich nicht als Gegenpol zu einer naturwissenschaftlichen Form, sondern möchte den jungen Menschen gemeinsam mit den Naturwissenschaften die Augen für die Vielfalt der Welt öffnen, sie neugierig machen auf das Andere und sie dazu ermuntern, ihre eigene Kultur und ihre eigenen nie hinterfragten Überzeugungen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sprachen sind nicht Selbstzweck, sondern Schlüssel zur Überwindung geistiger Barrieren.
 
bulletEine achtjährige Schulform bietet Chancen, die nicht zum Tragen kommen, wenn man in zwei getrennten vierjährigen Blöcken denkt.
 
bulletIm Hinblick auf ein zukünftiges Studium stehen jenen am meisten Möglichkeiten offen, die Fremdsprachenkenntnisse als Zusatzqualifikation mitbringen.
 
bulletDie schulische Sprachausbildung kann und will einen Auslandsaufenthalt nicht ersetzen, sehr wohl aber ein bleibendes Fundament legen und rasche Fortschritte ermöglichen. Im Rahmen eines zeitlich sehr begrenzten Auslandsaufenthalts ist es nämlich relativ schwierig, sich Strukturen wirklich anzueignen und diese zu festigen.
 
bulletDie Bedeutung von Englisch ist unumstritten. Häufig wird die Beherrschung dieser Sprache als selbstverständlich vorausgesetzt. Dem möchte das Meinhardinum Rechnung tragen, indem es in der Unterstufe bilingualen Unterricht anbietet (engagierte Ansprechpartner: Prof. Patterer und Prof.Oberger) und in der Oberstufe auf die renommierten Cambridgeprüfungen vorbereitet. Die ersten Kandidatinnen und Kandidaten unserer Schule haben unter der Führung von Frau Professor Lener hervorragende Erfolge erzielt . Auch im Rahmen einer Diskussion mit Universitätsprofessor Williams aus Cambridge fielen die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen angenehm auf.
bullet

Herzlichen Glückwunsch der 8H –Klasse zum "First Certificate in English"

Im Wintersemester 2002 wurde erstmals an unserer Schule in der Oberstufe mit Sprachenschwerpunkt ein Vorbereitungskurs für das begehrte "First Certificate in English" angeboten. Die Prüfung für dieses international anerkannte Zertifikat der Cambridge University wird zweimal jährlich am WIFI abgenommen. Teilgenommen haben 9 Schülerinnen der 8H-Klasse, von denen sieben mit gutem Erfolg, Vera Blaas und Marlies Sandbichler sogarmit Auszeichnung bestanden.
Dank aussprechen möchten die Kursteilnehmer Frau Prof. Lener, die dieses Projekt
ins Leben gerufen und mit viel Elan und Freude geleitet hat.


8H-SchülerInnen bei der Vorbereitung auf die Cambridgeprüfung

 

bulletLatein bleibt im neusprachlichen Gymnasium (zum Glück!) weiterhin Pflichtfach. Nach Meinung der Verfasserin liegt seine Bedeutung nicht in der Entdeckung des antiken Gedankengutes und der Erkenntnis, dass die moderne Gesellschaft diesbezüglich kaum Fortschritte gemacht hat (dies würde die Möglichkeiten des Unterrichts vermutlich weit überschreiten); vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler verstehen lernen, wie Sprache funktioniert und sich entwickelt. Man sollte auch nicht unterschätzen, dass dank Latein das Leseverständnis in allen romanischen Sprachen, ganz besonders aber im Italienischen, wesentlich erleichtert wird.
 

Abschlieβend noch die angekündigte Entscheidungshilfe für Eltern, die nicht wissen, ob sie bei der Anmeldung Latein oder Französisch (in der dritten Klasse) ankreuzen sollen. Es gibt nämlich grundsätzlich zwei Schienen:

Schiene 1: Latein ab der dritten Klasse, Italienisch ab der fünften Klasse, eventuell eine weitere Fremdsprache in der sechsten;

Schiene 2: Französisch ab der dritten Klasse, Latein ab der fünften, eventuell eine weitere Fremdsprache ab der sechsten.

Verkürzt stellt sich die Frage im Augenblick der Anmeldung oft so: Französisch oder Italienisch? Die Sprache, die im Rahmen der E.U. nach dem Deutschen die verbreitetste Muttersprache ist und auf allen Kontinenten gesprochen wird, oder die Sprache unseres unmittelbaren Nachbarlandes? Die Antwort der Verfasserin (die Französisch unterrichtet und mitunter frankophil geschimpft wird) : Französisch und Italienisch (als Wahlpflichtgegenstand).

Französisch ist schwierig, heiβt es allgemein. Erwachsenenkurse, die nur einmal in der Woche stattfinden, sind oft zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil die Einstiegshürde besonders hoch ist. In keiner anderen romanischen Sprache weichen Aussprache und Schriftbild so weit voneinander ab, in keiner anderen romanischen Sprache gibt es so viele Homophone, die das Verständnis erschweren. Daher die Anfangsschwierigkeiten, die sehr viel Übung und Genauigkeit verlangen. Gerade im schulischen Kontext ist es möglich, dies zu berücksichtigen, besonders, wenn man bereits in der dritten Klasse damit anfängt.


Drittklässler beim Theaterspielen im Rahmen des Chanson-Workshop

Beginnt man mit Französisch, folgt Latein automatisch in der fünften Klasse, wo sich die Schülerinnen und Schüler bereits bewusst für eine gymnasiale Matura entschieden haben. Da der schwierige und zeitraubende Bereich der mündlichen Kommunikation ganz wegfällt und die Gruppen normaler Weise kleiner sind als in der Unterstufe, erscheint der Verfasserin auch in vier Jahren eine sinnvolle Ausbildung möglich.

Sollte in der sechsten Klasse eine weitere romanische Sprache gewählt werden, ist zumindest der Boden bereitet. Gerade in Italienisch hat man relativ rasch Erfolgserlebnisse, die dazu ermutigen, selbständig weiterzuarbeiten. Was den Einstieg im Vergleich zum Französischen wesentlich erleichtert, ist die Tatsache, dass jedem Laut genau ein Schriftzeichen entspricht.


Helene, unsere Französischassistentin,
ebenso begeistert von Florenz wie die Schüler der 6G

 

Italienisch ist am Gymnasium übrigens die meistgewählte Fremdsprache im Bereich der Wahlpflichtgegenstände. Aber auch die Weltsprache Spanisch (vgl.Artikel) hat bereits Tradition. Warum sich auch für Russisch jedes Jahr genügend Interessenten finden, können Sie einigen Schüleraussagen entnehmen. Vielleicht werden auch Sie selbst neugierig darauf, wenn Sie den Artikel über „DIE RUSSISCHE SPRACHE UND SCHRIFT“ lesen.

 

Die Russische Sprache und Schrift


Der russische Universalgelehrte Michail Lomonossow schrieb 1755 im Vorwort zu seiner "Russischen Grammatik" - der ersten russischen Grammatik überhaupt -, Karl V. habe einmal behauptet, man müsse mit Gott Spanisch, mit den Freunden Französisch, mit den Feinden Deutsch und mit den Frauen Italienisch sprechen; hätte er jedoch das Russische beherrscht, so hätte er eingesehen, dass es die Vorzüge all dieser Sprachen in sich vereine. In der Tat ist Russisch eine der schönsten Sprachen mit einem ausgeprägten Reichtum an Nuancen. Hat man als Neuling einmal die erste Hemmschwelle der geheimnisvollen 33 kyrillischen Buchstaben überwunden und sich mit den Tücken der Grammatik vertraut gemacht, wird man vielleicht begeistert weiterlernen.
Das Russische gehört zusammen mit dem Ukrainischen und Weißrussischen zur Gruppe der ostslawischen Sprachen und wird heute von rund 140 Mio. Menschen als Muttersprache gesprochen. Das kyrillische Alphabet, das in variierter Form auch im Bulgarischen, Ukrainischen und Serbischen vorkommt, geht auf die Slawenapostel Kyrill und Method zurück, die im Zusammenhang mit ihren Missionierungstätigkeiten im 9. Jahrhundert ein Schriftsystem entwickelten, das zunächst im makedonisch-bulgarischen Sprachraum verwendet wurde. Da in dieser Zeit die griechische Kultur -und damit auch die Schrift - einen wesentlichen Einfluss auf dem Balkan hatte, übernahm das kyrillische Alphabet zahlreiche griechische Buchstaben, bildete aber gleichzeitig neue Buchstaben, die für das Slawische typisch waren, wie etwa die "Zischlaute" sh, sch und tsch.
Mit der Christianisierung der Ostslawen (988) brachten byzantinische Missionare auch das kyrillische Alphabet mit. Von diesem Zeitpunkt an entstand eine lebendige Wechselwirkung zwischen kirchenslawischer Schrift- und ostslawischer Umgangssprache. Die Entwicklung einer bis heute gültigen russischen Standardsprache initiierte Alexander Puschkin zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Die kyrillischen Zeichen werden im Deutschen gewöhnlich in der Duden- Transkription wiedergegeben; in der Fachliteratur verwendet man die wissenschaftliche Transliteration (Bsp.: Tschechow = Čechov). Und die Aussprache hat es in sich: Die "deutsche Zunge" hat Mühe mit den fremden Lauten, und Russen lieben es, ihre Sprache schnell zu sprechen sowie unbetonte Silben recht undeutlich über die Lippen zu bringen.
Der Hauptanteil des Wortschatzes ist slawischen Ursprungs. Deshalb ist es für Russen relativ leicht, andere slawische Sprachen, wie etwa Bulgarisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch oder Kroatisch zu lernen; für deutsche Muttersprachler sind die russischen Vokabeln gewöhnungsbedürftig, da sie kaum oder keine Ähnlichkeiten mit dem Deutschen aufweisen. Doch aufgrund der interkulturellen Beziehungen Russlands zu anderen europäischen Ländern ist der russische Wortschatz reich an Lehnwörtern, wie beispielsweise aus dem Französischen (z.B. palto -Mantel, bjuro -Büro). Im 18. Jahrhundert sprach der russische Adel besser Französisch als Russisch. Deutsche Einwanderer brachten deutsche Wörter mit, die bis heute verwendet werden, wie etwa buterbrod -belegtes Brot, kurort -Kurort, schlagbaum - Schranke. Und schließlich hat auch die "Anglifizierung" vor dem Russischen nicht halt gemacht. Zum Entsetzen vieler haben Entlehnungen aus dem Englischen, vor allem aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, in den letzten Jahren einen regelrechten bum (Boom) erfahren. Begriffe wie diler -Dealer, lising-Leasing, bisnes -Geschäft oder marketing ~ Marketing u.v.a.m. sind heute in aller Munde.

Ulrike Khanna

Schüleraussagen:

WARUM ICH RUSSISCH GEWÄHLT HABE:

Ich finde, dass schon sehr viele Menschen in Europa Spanisch und Italienisch sprechen. Deshalb wollte ich einmal etwas Anderes machen. Russisch ist nicht schwerer zu lernen als andere Sprachen, auch die Schrift ist nicht besonders schwierig. Russisch ist auch eine sehr schöne Sprache.

Ich finde einfach, Russisch ist eine interessante Sprache. Man lernt eine eigene, ferne Kultur näher kennen. Mich interessieren die Schrift und die Gewohnheiten der Menschen dort. Es ist etwas anderes als eine „normale“ Lernsprache. Die Lehrerin ist natürlich auch ein Grund, denn so eine nette wird man selten bekommen.

Ich habe mir gedacht, dass ich Spanisch auch in einem Schnellkurs lernen kann, da ich die Grundlagen durch Latein und Italienisch habe. Französisch gefällt mir nicht besonders. Fast niemand spricht Russisch und die Sprache an sich ist ziemlich interessant.

WIE ES MIR BEIM RUSSISCHLERNEN GEHT:

Es ist schwieriger, als ich gedacht habe. Vor allem die Vokabeln sind für mich im Vergleich zu den anderen Sprachen (Englisch, Italienisch, Latein) viel schwerer zu lernen. Die kleine Gruppe ist angenehm.

 

 

"Spanisches Dorf?"

EI español, o castellano, es la lengua oficial de España, pero tambien se habla en muchos países de América:

Argentina, Bolivia, Chile, Colombia, Cuba, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Honduras, México, Nicaragua, Panamá, Paraguay, Perú, EI Salvador, Uruguay, Venezuela, así como en Puerto Rico y en algunas zonas de Estados Unidos.

También se conserva todavía en Filipinas y entre los judíos sefarditas. Se calcula que el número de personas que hablan español en el mundo es superior a los trescientos millones y por eso es la tercera lengua mas hablada del planeta, después del chino y el inglés. En el Estado español, además de espanol, o castellano, se hablan otras lenguas, como el catalán, el gallego y el vasco.

 

 

A u s l a n d s r e i s e n

 

Mai 2003
Fachübergreifende Exkursion (F, GW, BU) der Klassen 6GH
Provence - Côte d’Azur



Anfang Mai fand mit Schülern der Klassen 6G und 6H unter Leitung von 
Mag. Helmut Rödlach, Mag. Monika Lener, Mag. Lydia Schwaiger und Dr. Paul Hofmann 
wieder eine fachübergreifende Exkursion nach Südfrankreich statt. 

    Es wurden dabei folgende Projekte sowie Themen bearbeitet:

bullet Avignon (Papstpalast), Châteauneuf du Pape (Weinanbau)
bullet Pont du Gard (römischer Aquädukt), Arles (Arena)
bullet Camargue (Deltalandschaft, Salzgewinnung)
bullet Valbonne (Aktivitäten mit Schülern einer befreundeten Partnerschule)
bullet Nizza (Verkehrsproblematik, Bedeutung des Tourismus, Nutzungskartierung ausgewählter Straßenzüge)
bullet Monaco (Jardin Exotique, Ozeanographisches Museum)

 

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Juni 2003
Rom - die ewige Stadt



»Wahrhaftig«, schrieb der italienische Dichter Francesco Petrarca schon 1337, »größer war Rom, als ich glaubte,
größer sind seine Trümmer! Schon verwundert mich nicht mehr, dass der Erdkreis von dieser Stadt unterworfen wurde.« Da ist ausgesprochen, was wohl ein jeder beim Anblick des Forum Romanum empfindet. (Den besten Überblick dafür gewinnt man von der Rückseite des Senatorenpalastes auf dem Kapitolinischen Hügel.)

„Alle Wege führen nach Rom“,so auch uns, die 7H, Anfang September 2002 unter der Leitung von Prof. Windegger Josef und Prof. Monitzer Andrea .Beeindruckt von den imposanten Bauten und fasziniert von der Hafenstadt Ostia erlebten wir eine berauschende und uns in Erinnerung bleibende Reise durch die Schätze der Antike. In Frascati genossen wir die italienische Gastfreundschaft mit der Verkostung von einheimischen Speisen und Weinen. Alles in allem war es eine sehr interessante und erlebnisreiche Exkursion in die ital.Hauptstadt. Zu guter letzt wollen wir unseren begleitenden Lehrpersonen ein großes Dankeschön aussprechen für die schöne Woche und die Geduld, die sie für uns aufbringen durften.

 Stefanie Preyer 7H

 

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Brüsselfahrt
 2003




Wenn mehr als dreißig Schülerinnen und Schüler mit (nur) drei Begleitlehrerinnen bzw. –lehrern und zwei Chauffeuren in einen Reisebus gesteckt und dann auf eine rund 1000 km lange, 12 Stunden dauernde Reise geschickt werden, dann zwei Tage lang ein anstrengendes Programm absolvieren müssen, um am vierten Tag die ganze Strecke wieder zurückzufahren, dann ist zu befürchten, dass im Rückblick vor allem die Strapazen der Reise überwiegen. Dass es in diesem Fall anders ist, liegt am glücklichen Zusammentreffen einer Vielzahl von Faktoren: dass die Buschauffeure äußerst liebenswürdig, die Schülerinnen und Schüler humorvoll, belastbar und interessiert, die Begleitlehrer(innen) bestimmt, aber friedfertig und das Programm dicht, aber interessant waren. Denn wir wissen jetzt nicht nur, wie die wichtigsten EU-Institutionen funktionieren, wo Maria von Burgund begraben liegt und dass Männeken Pis zu Recht so heißt. Wir sind von unserem belgischen Chauffeur Philipp in viele Brüsseler Geheimnisse eingeweiht worden und haben den herben Charme von Europas unsicherster Großstadt verspürt – zum Glück nicht am eigenen Leib. Dass wir die längste Schönwetterperiode der letzten 10 Jahre erwischt haben (2 Tage ohne Regen!), war da nur noch das Tüpfelchen auf dem berühmten i.

Stefan Haas

 

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Florenzwoche der Klasse 6G
 Mai 2003

Schon etwas verschlafen, aber mit großer Vorfreude auf die kommenden Tage, begann unsere Reise am Montag um halb zwei Uhr früh am Hauptbahnhof Innsbruck. Nach einer mehr oder weniger gut verbrachten Nacht im Schlafwagen, kamen wir gegen 9 Uhr endlich in Florenz an. Nach der Beschlagnahme unseres Quartiers und einem kräftigen Frühstück, machen wir einen ersten Stadtspaziergang durch die Stadt der Medici. Unterwegs konnten wir so eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie den David von Michelangelo, den prunkvollen Palazzo Pitti, die Ponte Vecchio mit ihren zahlreichen Schmuckgeschäften, Palazzo Vecchio und den Dom Santa Maria del Fiore mit der wunderschönen Kuppel von Brunelleschi bewundern.

Sehr gespannt waren dann alle auf den folgenden Tag – unseren Besuch im Gymnasium „Giotto Ulivi“ in Borgo San Lorenzo nördlich von Florenz. Bereits seit Herbst standen unsere SchülerInnen mit einer Deutschklasse des italienischen Gymnasiums in Briefkontakt. Alle waren sehr neugierig auf das Treffen mit ihren Brieffreundinnen. Unser Aufenthalt dort wurde von Frau Prof. Cristina Mannelli und ihren Schülerinnen sehr nett gestaltet. Zunächst wurden wir durch die Schule und das Schulgelände geführt, und nach einer von den Schülerinnen vorbereiteten toskanischen Jause, durften wir dann am Deutschunterricht von Prof. Mannelli teilnehmen. Nach dem Mittagessen in der Schulmensa, auf das uns die Gemeinde Borgo San Lorenzo einlud, führten uns die Schülerinnen noch durch den mittelalterlichen Stadtkern.

Am Mittwoch setzten wir dann unsere kunsthistorische Führung durch Florenz fort, wobei die Schüler in Form von Kurzreferaten, die im Zeichenunterricht gemeinsam mit Prof. Pöll vorbereitet worden waren, Hintergrundinformationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten (Brancacci-Kapelle, Kirche Santa Maria Novella, Medici-Grabmäler, Kirche Santa Croce) gaben. Interessant gestaltete sich auch am Donnerstag unser Ausflug nach Siena, der Stadt des Palio. In der mittelalterlichen Stadt, die von der muschelförmigen Piazza del Campo und ihrem wunderschönen Dom dominiert wird, widmeten sich unsere SchülerInnen nach der Turmbesteigung, ihrem Kunstprojekt. Sie machten Bleistift- oder Kohlezeichnungen von der Fassade des Doms. Anschließend interviewten die SchülerInnen italienische Passanten verschiedenen Alters über das Thema „Italienische und österreichische Klischees im Vergleich“. Die Durchführung der Interviews erfolgte meist in Paaren, und sie wurden mit Hilfe von Fragebögen, die im Italienischunterricht bereits erarbeitet worden waren, abgehalten.

Einen würdigen Abschluss unserer Reise bildete dann der letzte Tag. Nach dem Besuch des Museums der Uffizien in Florenz, wo sich bedeutende Kunstwerke wie etwa die Geburt der Venus von Botticelli befinden, fuhren wir mit dem Bus in die „Stadt der hohen Türme“, nach San Gimignano. Nach einer Stadtführung und der Besichtigung der einmaligen Fresken in der Basilika, bestanden unsere SchülerInnen darauf, weitere Zeichnungen der wohl einzigartigen toskanischen Stadt machen zu dürfen.

Beim Heimfahren waren sich alle einig, dass diese Reise, trotz des manchmal etwas dicht gedrängten Programms unvergesslich bleiben wird. Ebenso positiv über unseren Aufenthalt in Italien hat sich Mademoiselle Hélène Griffaut, unsere Französischassistentin am Meinhardinum, geäußert, die uns begleitete. Es war ihre erste Reise in die Toskana, und sie ist sich auch sicher, eines Tages wieder dorthin zurückzukehren, um weitere Eindrücke sammeln ...