50 Jahre Meinhardinum
Festschrift


Redaktion: Mag. Walter Kimeswenger

Vorwort des Direktors

Fünfzig Jahre Meinhardinum. Dieses festliche Ereignis erweist sich im Rückblick auf den oft nicht leichten Weg, der 1949 unter ärmlichsten Verhältnissen begann, als eine Manifestation des Aufbaues und der Zusammenarbeit vieler. Es war ein unerhörter Mut, mit dem die Maturaschule gegründet wurde. Sie geht auf die Initiative des Konventes des Stiftes Stams unter Abt Eugen Fiderer zurück. Von der privaten Maturaschule zum Öffentlichkeitsrecht, vom Aufbaurealgymnasium zur Langform des Gymnasiums, von den Schulräumen im Stift bis zum Neubau war es ein langer Weg. Freilich sind 50 Jahre Geschichte der Schule im Verhältnis zur 725-jährigen Geschichte des Stiftes eine recht kurze Zeitspanne, aber sie steht als überschaubarer Zeitraum lebendig vor uns. Wie jede Familie ihre eigene Geschichte hat und ein Spiegelbild ihrer Zeit und Umwelt ist, so gilt das auch von der großen Familie der "Meinhardiner"

Was sich in dieser Zeit in der Schule und im Internat tat, zeigt Offenheit, Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit. Ein Kloster, das Träger einer Schule ist, muss das Charakteristische immer neu in das Blickfeld von Eltern, Schülern und Lehrern rücken. Das ist heute offensichtlich schwieriger als vor 50 Jahren.

In der Synthese von Glaube und Kultur, von Glaube und Leben versuchen wir, auf die christliche Tugend – und Wertelehre Bezug zu nehmen und zu Grundhaltungen zu ermutigen. Gipfeln sollte das in der Haltung der Ehrfurcht: Ehrfurcht vor Gott, Ehrfurcht vor den Mitmenschen und Ehrfurcht vor der Natur und Umwelt. Je mehr eine solche Haltung unser Handeln bestimmt und prägt, umso menschlicher und lebenswerter könnte unser Leben und Zusammenleben auf allen Ebenen werden. 

Möge es uns am MEINHARDINUM gelingen, junge Menschen zu dieser Grundhaltung zu befähigen ! 

  Dir. Mag. P. Augustin Neumüller

 

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Redaktion: Mag. Walter Kimeswenger
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