Europäische Familien im Vergleich
England - Frankreich - Italien - Schweden - Litauen - Österreich



Mag. Andrea Braunegger (Gesamtleitung) mit SchülerInnen

 

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Comenius-Schulprojekt 2004 -2006

Da die letzten sechs Schuljahre am Meinhardinum von zwei spannenden und völkerverbindenden Comenius-Schulprojekten geprägt waren, haben wir uns auch im vergangenen Jahr um ein neues Comeniusprojekt bei der österreichischen Nationalagentur beworben. Im Juli 2004 wurde uns eine finanzielle Unterstützung für unser Projekt „Europäische Familien im Vergleich“ zugesagt. Das Meinhardinum Stams als koordinierende Institution ist stolz, Gymnasien aus ganz Europa für dieses Projekt gewonnen zu haben: Italien (Rosolini), Lettland (Daugavpils), Frankreich (Toulouse), Portugal (Porto), Schweden (Skövde), England (Crawley). Als Leiterin des Comeniusprojektes hat Mag. Andrea Braunegger eine Reihe engagierter Lehrer motivieren können, gemeinsam mit SchülerInnen nicht bloß über europäische Integration und Einigung zu sprechen, sondern diese auch aktiv zu leben und zu spüren.
 

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Was sind Comenius-Schulprojekte?

Comenius-Schulprojekte fördern die transnationale Zusammenarbeit zwischen Schulen. Dabei wird SchülerInnen und LehrerInnen aus ganz Europa die Möglichkeit gegeben, zusammen an einem oder mehreren Themen von gemeinsamem Interesse zu arbeiten. Sie können Erfahrungen austauschen, unterschiedliche Aspekte der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vielfalt in Europa beleuchten, ihr Allgemeinwissen erweitern sowie ihre jeweiligen Standpunkte verstehen und schätzen lernen. Unser Comenius-Schulprojekt „Europäische Familien im Vergleich“ wird in die regulären Aktivitäten der Schule eingebunden und betrifft mehrere Klassenstufen.
 

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Wie alles begonnen hat:

Wir haben als koordinierende Schule im Dezember 2003 ein vorbereitendes Treffen mit Vertretern aus England, Frankreich und Schweden in Stams organisiert. In den sehr intensiven Gesprächen haben wir den Leitfaden für unser neues Comeniusprojekt formuliert. Neben den Vertretern der europäischen Schulen und dem Comeniusteam Meinhardinum haben auch SchülerInnen aus verschiedenen Klassen der Oberstufe an den Sitzungen teilgenommen. Während ihres Aufenthaltes in Tirol hatten unsere europäischen Kollegen Gelegenheit, nicht nur den Weihnachtsmarkt in Innsbruck zu genießen, sondern auch den Besuch vom „Nikolaus“ sowie seinem Begleiter, dem „Krampus“, zu erleben. Die gemeinsamen Tage waren ebenso intensiv wie ereignisreich und lassen uns auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren hoffen.


Abt Direktor German Erd führt die Gastlehrerinnen aus
England, Schweden und Frankreich durch das Stift


Gemütliches Plaudern am Weihnachtsmarkt mit Elternvereinsobmann DDr. Würzner


Gisela Bergmann aus Schweden, ehrfürchtig vor dem Krampus
bei der Kollegin Mag. Lydia Schwaiger

 

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1. Comenius Projekttreffen (Toulouse 13.09. - 16.09.2004)

Unser erstes Projekttreffen hat im Herbst 2004 in Toulouse in Frankreich stattgefunden, wo wir über die folgenden Themen diskutiert haben: „Familienstrukturen“ , „Herkunft der Familienmitglieder – Migrationsverhalten“, „Beruflicher Hintergrund der Familien“ sowie „Erfahrungen und Probleme ethnischer Minderheiten“. Es war unsere Aufgabe, gemeinsam mit den sechs Partnerschulen und den einzelnen SchülerInnen konkret die Projektdurchführung für das erste Jahr zu erstellen. Weiteres wurden organisatorische Fragen geklärt und Lehreraustausche sowie Lehrerpraktika geplant. Die Praktika bieten den LehrerInnen die Möglichkeit, bei Familien-, Frauen- und Jugendreferaten der beteiligten Länder mitzuarbeiten.


Begrüßung der Vertreter der Comeniuspartnerschulen im Konferenzzimmer
im Gymnasium Causou in Toulouse, Ute Badziura und Ian Brown aus England


Erste Projektbesprechung im Mediensaal der Schule in Toulouse,
Vertreter aus Schweden, Frankreich und Italien (von links nach rechts)


Erste Projektbesprechung im Mediensaal der Schule in Toulouse,
 Vertreter aus Frankreich und Lettland mit Schülern


Kulinarischer Abend im Refektorium des Gymnasiums wo alle Länder ihre
mitgebrachten nationalen Spezialitäten präsentiert haben.
Vincenzo Ferro aus der italienischen Partnerschule in Sizilien.


Monsieur Michel Vermare, Direktor des Gymnasiums Caousou in Toulouse


Renate Malnace und ihre Kollegin aus Lettland


Gisela Bergman, Ann-Louise Karlsson und Mikael Holst aus Schweden

 

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Das Comenius Team am Meinhardinum Stams



Mag. Klaus Pöll, Mitglied des Comeniusteams Meinhardinum präsentiert die Europakarte,
 die er anlässlich unseres Comeniusprojekts mit verschiedenen Klassen des Meinhardinums gestaltet hat


Comeniusteam Meinhardinum:
Dr. Paul Hofmann, Mag. Roman Patterer, Mag. Doris Oberger, Mag. Helmut Rödlach,
Mag. Thomas Moritz, Mag. Klaus Pöll (nicht im Bild), Mag. Andrea Braunegger
 


Projektaktivitäten:

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Mag. Helmut Rödlach
Klasse: 3B
Fach: Französisch


Projektbeschreibung:

Fotoroman
1) Anhand einer Vorlage erfinden die SchülerInnen eine Familiensituation und beschreiben diese in sechs Bildern.
2) Aufnahme der Familiensituation (zu Hause in der Familie) in 6 Bildern mit der Digitalkamera.
3) Bearbeitung der Bilder am Computer. Integrieren der Sprechblasen mit Text. Schüler schreiben Kommentare.
4) Austausch zwischen den Partnerländern: Versenden von 3 - 5 ausgewählten Situationen (Texte in der Muttersprache oder Fremdsprache) und der Kommentare der Schüler zu ihren Arbeiten via Internet.
5) Erstellen einer CD-Rom mit allen Situationen aus verschiedenen Ländern in Form von Bildgeschichten

Beteiligte Länder: Österreich, Lettland, Schweden, Italien, Portugal, Frankreich

Schülerreaktion:

Das Comenius Projekt „Fotoroman” hat uns allen viel Spaß bereitet. Es hat uns gefallen unsere Familien zu fotografieren und mit ihnen einige Familiensituationen nachzuspielen. Jeder von uns hat sich viel Mühe gegeben, dass alle Situationen perfekt, lustig oder sachlich wirken.
Wir haben uns mit diesem Thema mit unserem Herrn Professor Rödlach auseinandergesetzt und in der Schule die Bilder und Texte bearbeitet, aber wir haben auch zu Hause ein wenig gearbeitet und viele Bilder in unseren Familien gemacht. Im Großen und Ganzen war es eine schöne Zeit, die wir mit diesem Projekt verbracht haben.
Lukas Sprenger, 3b

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Mag. Klaus Pöll
Klasse: 6B
Fach: Bildnerische Erziehung


Projektbeschreibung:

Kunstobjekt
Die Schüler beobachten bewusst Situationen (z. B. Familie beim Mittagessen) in ihren Familien und dokumentieren diese zeichnerisch und/oder fotografisch. In Gruppenarbeiten werden mit verschiedenen Materialien Plastiken hergestellt. Die Entwicklung dieser Plastiken soll fotografisch dokumentiert und elektronisch ausgetauscht werden.

Beteiligte Länder: Italien, Frankreich und England

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Dr. Paul Hofmann
Klasse: 5G
Fach: Geographie


Thema:

Charakterisierung der Gesamtbevölkerung Tirols nach Kennzahlen früher und heute (dabei werden Kennzahlen, die die „Familienstruktur“ betreffen, verstärkt berücksichtigt (z.B. Haushaltsgrößen, Scheidungsraten, Singlehaushalte, Wohnflächen, Fertilitätsraten, Geburtenraten, ...)

Projektbeschreibung:

1) Tabellarische und graphische Aufbereitung der Daten für Tirol
2) Ausgewählte Daten werden (je nach Zugang) auch auf Gemeindeebene (Wohngemeinde der Schüler) dargestellt

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bulletMag. Roman Patterer
Klasse: 4B
Fach: Englisch


Project:

Survey on school leavers´ job estimations
In a survey school leavers of the Meinhardinum Grammar School (the Tyrol/Austria) will be questioned about their personal estimations concerning job prospects, ~career, location and period of training, future salaries and the like.
In interviews the school leavers-to-be will be questioned by pupils from the 4th form (aged 14 years), who also find themselves in a very decisive school year, as they will have to decide whether or not they should continue their school career at our school or whether they might choose another school (vocational, technical, musical etc.) instead, which will greatly affect their future jobs, too. So, both school leavers-to-be and the 4th form pupils should presumably be greatly interested in carrying out this survey.

Countries involved: Austria, Sweden, Great Britain

Results (Tobias Ganzenhuber):

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bulletMag. Andrea Braunegger
Klassen: 7HA
Fach: Italienisch


Projektbeschreibung:

Die SchülerInnen sollen in ihren Familien eine Art Ahnenforschung betreiben: Schüler befragen ihre Eltern, Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits über die Wurzeln und Entwicklung in ihren Familien. Jede SchülerIn setzt sich mit der Entstehung und Geschichte der eigenen Familie auseinander. Das Ergebnis wird in einem individuellen Stammbaum festgehalten. Während der Präsentation der eigenen Familienwurzeln und - entwicklung in der Klasse werden digitale Bilder gemacht, die die SchülerInnen mit ihren europäischen Partnern austauschen. Abschließend werden die Stammbäume aus den verschiedenen europäischen Ländern verglichen und diskutiert.

Beteiligte Länder: Österreich, Lettland, Italien, England, Frankreich


Klasse 7A und 7H mit ihren Resultaten des Projektes Familienstammbaum

 

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bulletMag. Doris Oberger
Klasse: 7G
Fach: Geographie /bilingual Arbeitssprache: Englisch


Thema : Migration und Mobilität in der Familie

Projektbeschreibung:

1) Ausgehend vom bereits erarbeiteten Fragebogen werden Informationen zu Herkunft und Mobilität in Zusammenarbeit mit dem Wahlpflichtfach Informatik (Prof. Ladner) ausgewertet und graphisch dargestellt.
2) Jeder Schüler fertigt seine eigene Herkunftskarte (zurückgehend bis zu den Großeltern) an.
Gründe für Ortswechsel innerhalb der Familie werden recherchiert und beschrieben.
3) Besonders interessante oder witzige Begebenheiten könnten nachgespielt und mit Videokamera aufgezeichnet werden.

Beteiligte Länder: Österreich, Lettland, Portugal, England
 


Besuch aus Skövde, Schweden  (21.02. - 25.02.2005)


Drei LehrerInnen sowie drei schwedische Schülerinnen aus unserer Partnerschule in Skövde haben uns im Rahmen des Lehrpraktikums für eine Woche besucht, um Eindrücke und Erkenntnisse über verschiede Institutionen zu gewinnen. Gisela Bergman und ihre zwei Kolleginnen haben das SOS Kinderdorf in Imst, das BFI in Innsbruck (Schwerpunkt Integration von schwererziehbaren Kindern) und das Institut für Sozialpädagogik besucht. Die Schülerinnen konnten einen guten Einblick in das österreichische Schulsystem am Meinhardinum bekommen. Sie haben sich rege am Unterrichtsgeschehen beteiligt und unseren Schülern viel von ihrem Schulalltag erzählt. Sie hatten ausreichend Zeit Vergleiche anzustellen und Unterschiede zu diskutieren. Alles in allem war der Besuch nicht nur für die schwedische Delegation bereichernd, sondern auch für die Lehrer und Schüler des Meinhardinums. Am Nachmittag und Abend war natürlich auch für Kultur und Unterhaltung gesorgt. Unsere Gäste hatten u. a. die Möglichkeit Innsbruck, Seefeld und in den Swarovski Kristallwelten zu besuchen. Für die Schwedinnen war eine abendliche „Rodelpartie“ ein besonderes und wohl unvergessliches Erlebnis, da sie vorher noch nie auf einer Rodel gesessen waren. Ein Gegenbesuch ist in der letzten Aprilwoche dieses Jahres vorgesehen, wo auch drei SchülerInnen des Meinhardinums die Möglichkeit haben werden, sich vor Ort ein Bild vom schwedischen Schulsystem zu machen.


Gisela Bergman mit ihren zwei schwedischen Kolleginnen bei einer zünftigen „Tiroler Bretteljause“


Im Gespräch mit Dr. Eberhart Spiss am Institut für Sozialpädagogik


Kurz vor der Rodelpartie


Dr. Würzner zwischen den zwei schwedischen Lehrerinnen


Auch die Lehrer vom Meinhardinum haben sich gut amüsiert


Die schwedischen GastschülerInnen mit Manuela Holzknecht 6B