Spektrum 2012
die Zeitschrift des Meinhardinums


Redaktion: Mag. Walter Kimeswenger
spektrum08(at)meinhardinum.at
 

Auszüge aus dem Spektrum 2012
Das Spektrum 2010 kann in gedruckter Form über das Schulsekretariat um 5 Euro erworben werden.


Abschied und Neubeginn
Feierstunde am Meinhardinum anlässlich des Direktorenwechsels
Drei Reden vor großem Publikum im Turnsaal des Meinhardinums
 

      Abt HR Mag. German Erd

In der Einleitung seiner „Abschiedsrede“ begrüßt der scheidende Direktor Abt German Erd auf teils sehr persönliche Art die Fest- und Ehrengäste, die hier nur kurz (und wohl nicht vollständig) aufgezählt werden können

Schulbehörde: Dr. Hans Lintner, Präsidenten des LSR für Tirol, HR Dr. Thomas Plankensteiner, für das Meinhardinum zuständiger Landesschulinspektor, FI Prof. Gottfried Leitner, Vertreter des bischöflichen Schulamtes.
Amtsträger: BH Dr. Raimund Waldner, Bgm. Franz Gallop (stellvertretend genannt für Bürgermeister der Nachbargemeinden).
Alle Mitglieder des Konvents.
Direktoren und Vertreter anderer Schulen: HR Dr. Anton Neururer, Dir. Mag. Arno Staudacher, Mag. Hans Jenewein, Prof. Paul Ganzenhuber –alle vom Schigymnasium Stams, Anton Mayr, Direktor der NMS Stams, Dir. HR. Dr. Bernhard Schretter (Paulinum), Dir. OStR Mag. Christine Speer (BRG und BORG in Telfs), Dir. Mag. Dr. Karl Digruber (BRG in Imst), Dir. HR Mag. Josef Röck (BRG Landeck).
Frau Marina Floriani, Obfrau unseres Elternvereins, alle anwesenden Eltern und Elternvertreter.

Ganz herzlich begrüße ich euch, liebe Schülerinnen und Schüler! Ihr seid ja die bei weitem größte und auch die wichtigste Gruppe hier im Saal. Ihr verbringt in diesem Haus entscheidende Jahre eures Lebens. In den einzelnen Lehrveranstaltungen und in zahlreichen Projekten erweitert ihr euer Wissen. Jeder Tag hat seine Herausforderungen und jeder Gegenstand seine Anforderungen. In der Schule erwerbt ihr euch die für euer späteres Leben notwendigen fachlichen Kompetenzen nicht isoliert, sondern eingebunden in eure Klassengemeinschaft, die in diesen Jahren euren Lebensraum und wohl auch euer Lebensgefühl maßgeblich beeinflusst und prägt. Es ist wie mit jeder Gemeinschaft: manchmal trägt sie einen und gibt Geborgenheit, gelegentlich jedoch nervt sie einen und man möchte am liebsten aus der Haut fahren. In diesem Spannungsfeld ereignet sich unser Leben, in diesem Spannungsfeld zwischen Selbstbehauptung und loyaler gemeinschaftlicher Partnerschaft reift ihr – wie wir alle hoffen – zu gestandenen Persönlichkeit heran.
In den vergangenen Jahren haben gerade die Schülervertreter mit ihren Projekttagen Zeichen und Impulse gesetzt, die das schulische Angebot und das schulische Leben insgesamt sehr bereichert haben und dafür möchte ich euch ganz herzlich danken.

Die Klöster gehören ja zu den ältesten Bildungsträgern in Europa. Aus den klösterlichen Lesestuben hat sich schulisches Leben entwickelt. Damals natürlich noch ohne zentral vorgegebenen Ziel- und Leistungspläne – nur getragen vom Ethos der Lehrenden, deren Tun eingebunden und getragen war in ein christliches Weltbild, das uns vermittelt, dass Christus der wahre Lehrer ist –wir alle aber Brüder und Schwestern im Glauben sind, wo jedem und jeder sein bzw. ihr Part zugedacht ist, den er im rechten Geist und in partnerschaftlicher Gesinnung wahrnehmen soll - gleichgültig ob er nun Lehrender oder Lernender ist. Lehrer und Schüler gehen ein Stück ihres Weges gemeinsam – nicht in einem anteilnahmslosen Nebeneinander, sondern in einem guten Miteinander, immer wissend, dass unser Leben nie geradlinig verläuft, sondern ein auf und ab ist, wo es darum geht, so manche Kurve oder gar Kehre gemeinsam zu bewältigen. Und so werden Schüler und Lehrer für diese Zeit zu einer Art Schicksalsgemeinschaft.

Ich schaue heute auf meine schulische Laufbahn als Lehrer und Erzieher und Schulleiter zurück. An so einem Tag wie dem heutigen, an dem man einen Lebensabschnitt beendet und aus dem aktiven Schuldienst ausscheidet, kommt einem natürlich vieles in den Sinn. Vor allem werden viele Begegnungen wieder lebendig – freudvolle, aber auch sorgenvolle, aufbauende, aber auch enttäuschende und ernüchternde. Vor allem verspüre ich heute aber große Dankbarkeit. Große Dankbarkeit dafür, dass mich der Herrgott diesen Weg geführt hat und führt.

Die vergangenen Jahre – zunächst als Lehrer und die letzten neun Jahre als Direktor - waren für mich insgesamt gesehen eine schöne und erfüllende Zeit. Eine Zeit des intensiven Miteinanders am Meinhardinum. Es war für mich eine schöne Zeit, weil ich immer das Gespür hatte: wir ziehen alle miteinander am gleichen Strang. Natürlich hat es da und dort auch einmal Querelen gegeben: das ist ganz klar. Aber es ist gut, dass man sich der kleinen Probleme gleich annimmt, noch bevor sie zu großen werden. Und ich bin eigentlich immer mit Freude in den Dienst gegangen, weil wir ein gutes Team waren und ich viel Unterstützung erfahren habe.

(es folgt Dank an wichtige Mitarbeiter in Vergangenheit und Gegenwart, vor allem an Administratoren – Karl Palfrader, Wolfgang Ladner, Raimund Jandl (der erste Administrator am Meinhardinum, auch ein Jahr lang Direktor) sowie Betriebsräte Georg Jud, Wolfgang Ladner, Brigitte Thurner, Walter Grubmüller, Astrid Schuchter und ganz besonders Gudrun Aeberli (der „Perle von Mensch“). Dank auch an alle Kolleginnen und Kollegen sowie dem Sekretariat (Renate Palfrader , Frau Annemarie Schrott in der Vergangenheit sowie Frau Luzia Gruber und Frau Eva Kluibenschädl in der Gegenwart) und dem Schulwart Manfred Walder. Ebenfalls gewürdigt für den Einsatz um die Gesundheit der SchülerInnen: Dr. Ulrike Markhgott-Covi (Schulärztin), Mag. Claudia Holzer und Mag. Simone Tscherntschitz (schulpsychologische Tätigkeiten))

Es ist sicherlich etwas Besonderes, in einem so geschichtsträchtigen Ambiente leben und arbeiten zu dürfen. Es hat einmal Zeiten gegeben, da in den markanten Türmen des Stiftes für das Land richtungsweisende Entscheidungen getroffen wurden. Heute werden im Schatten dieser Türme junge Menschen ausgebildet, die die Gesellschaft von morgen maßgebend mitgestalten und beeinflussen werden. Ich denke, es ist eine schöne, herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe für unser Stift.

Die Schule bekommt mit dem heutigen Tag einen neuen Direktor:
Dir. OStR MMag. Georg Jud kommt aus Innsbruck. Er hat dort am Akademischen Gymnasium mit Auszeichnung maturiert, dann Mathematik und Physik studiert. Im Februar werden es genau 30 Jahre, dass er bei uns in Stams ist. Immer ruhig, sachlich, nicht aufdringlich, aber bestimmt in seinem Auftreten, jedoch nie verbissen, immer mit hintergründigem Humor und nie um eine spitze Pointe verlegen – so kennen und schätzen wir ihn. Seit es den SGA gibt, gehört er diesem Gremium an, er war Obmann des Betriebsrates und hat unsere Schule gemeinsam mit Palfrader und Ladner EDV-tauglich gemacht. In seinem Fach allseits anerkannt, gehört er mehreren Gremien an und ist ein von Schülern und Lehrern geschätzter Pädagoge. Geprägt vom und beheimatet im christlichem Glauben von Jugend an, ein bewährter Familienvater von vier inzwischen erwachsenen Kindern, gebildet und nicht eingebildet (neben Beruf und Familie hat er vor 10 Jahren noch ein Studium in Psychologie absolviert), offen für Neues, aber Altes nicht über Bord werfend, wird er das Schiff Meinhardinum – auch im Wellengang von Standards, modularer Oberstufe und neuer Reifeprüfung – in eine gute Zukunft steuern.
Ich wünsche dir, lieber Georg, dazu viel Geschick, Kraft und Freude und vor allem viel Segen und Erfüllung.

Ich werde mich jetzt am jährlichen Ringen um schulische Werteinheiten nicht mehr beteiligen. Und werde mich widmen einem Leben der harmonische Einheit der Werte im Kloster.

Nochmals vielen Dank - und geht alle miteinander einen guten Weg!
Abt German Erd
 

        OStR MMag. Georg Jud

Sehr geehrter Abt German!
Werte Festgäste!
Liebe Schulgemeinschaft des Meinhardinums!

Es ist jetzt fast 30 Jahre her, seit ich zum ersten Mal durch den typischen Stamser Winterraureif vom Bahnhof zur Schule heraufgegangen bin. Am Meinhardinum waren ein paar Mathematikstunden frei und ich habe mich darum beworben. Ich habe damals mit allem Möglichen gerechnet, aber nicht damit, dass alles einmal so kommen wird:
Dass ich im größten Saal des Ortes ganz vorne stehe, vor mir ein Rednerpult und ein Mikrophon, Fotografen unter mir und alle Augen auf mich gerichtet. Dass mich Schüler anschauen, das kenne ich ja als Lehrer, aber über Tausend Augen gleichzeitig, das ist doch etwas ungewohnt.
[…] Ich werde jetzt keine programmatische Rede halten. Ich habe nicht die Absicht, die Schule zu leiten nach dem Motto „Die Schule bin ich“. Ich möchte viel lieber überzeugen als diktieren und überzeugen kann nur, wer die Bedenken, Wünsche, Ansichten des anderen kennt und dazu muss man miteinander reden. Genau da möchte ich meine Arbeit beginnen: In der nächsten Woche werde ich mit den Lehrerinnen und Lehrern bei einer Konferenz reden, sehr bald werde ich die Schülervertreter zu mir bitten und auch die Klassensprecher zu einem Gespräch einladen. [..]
Zugegeben, das ist etwas dürftig: Dass ich jetzt nur da stehe und sage, dass ich nichts sage, solange ich nicht mit euch geredet habe. Als Trost gleichsam möchte ich deswegen eine ganz wichtige Frage klar stellen und auch ganz klar beantworten: Nämlich die Frage: Was ist für mich das Wichtigste im Meinhardinum. Meine Antwort: Das Wichtigste sind die Menschen. Menschen sind wichtiger als Noten und der Mensch ist wichtiger als seine Funktion und das gilt hoffentlich auch für den Direktor. Im Schulalltag sieht man oft nur die Beurteilung oder den Lehrer und nicht den Menschen. Auch von mir werden viele von euch nur den Namen wissen und vielleicht die Fächer, die ich unterrichte, und nicht viel mehr. Deswegen möchte ich die Gelegenheit jetzt benützen, für euch den Menschen ein wenig sichtbarer zu machen, der hinter der Funktion des neuen Direktors steht und euch ein paar Dinge aus meinem Leben erzählen.
Gehen wir also ziemlich weit zurück: Ich bin in Innsbruck in die Volksschule gegangen und am Ende der vierten Klasse hat unsere Lehrerin uns alle gefragt, was wir später einmal werden wollen. Ich habe ihr gesagt, dass ich Mathematik und Physik studieren und Lehrer werden möchte. Aber so frühreif, wie das jetzt klingt, war ich gar nicht. Mir ist nur nichts Kreativeres eingefallen, als einfach den Beruf meines Vaters anzugeben, das kann ja nicht ganz falsch sein, habe ich mir gedacht.
Wie es dann in der Unterstufe des Gymnasiums im Chemieunterricht so wunderbar gestunken und gekracht hat und nachdem ich selber ein paar Rußspuren auf unserem Balkon hinterlassen und einen alten Mülleimer gesprengt habe, da wollte ich Chemie studieren.
Kurze Zeit später sind wir in eine größere Wohnung übersiedelt. Am ersten Abend bin ich so im Bett gelegen und der Vollmond hat mir mitten ins Gesicht geleuchtet. Super, habe ich mir gedacht: Ein eigenes Zimmer und noch dazu mit Vollmondbeleuchtung, wer hat das schon? [..] Ich habe mich den ganzen nächsten Tag auf den Abend gefreut, aber da ist etwas Ungeheuerliches passiert, etwas, was mich tief erschüttert und beunruhigt hat. Eigentlich war alles perfekt: Keine Wolke am Himmel, die Sterne an der gleichen Stelle wie am Tag zuvor, aber der Mond war nicht mehr da. Ich habe eine halbe Stunde gewartet, aber er ist einfach nicht erschienen. Soweit naturwissenschaftlich vorgeprägt war ich natürlich schon, dass ich nicht geglaubt habe, dass der Mond einfach vergessen hat aufzugehen oder dass er etwas anderes vorgehabt hat, aber ich habe nicht verstanden, warum der Mond verschwunden ist. Mein Vater hat es mir erklärt und vor allem: Er hat mir Bücher gegeben, in denen ich das nachlesen konnte. Damals wollte ich Astronomie studieren. Sicher hat meine Liebe zu Büchern auch damit zu tun und ich habe auch sehr früh begriffen, dass die Naturwissenschaft eine Möglichkeit ist, draufzukommen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ohne Bücher, finde ich, kann man nicht aufwachsen, ja eigentlich kann man ohne Bücher gar nicht leben.
In der Oberstufe habe ich einen Lehrer in Mathematik und Physik bekommen, der diese Fächer so unterrichtet hat, dass sie mir gut gefallen haben, und seit damals wollte ich dann wirklich Mathematik und Physik studieren und Lehrer werden und ich habe das bis heute nie bereut. [..]
Um die Mitte meines Lebens habe ich – anders als es der Abt gesagt hat – nicht Psychologie studiert (das hat meine Frau studiert), sondern Philosophie, und es hat mir gut getan: Ich kann heute Bücher lesen, die ich vor fünfzehn Jahren noch nicht verstanden hätte.
Ihr kennt jetzt hoffentlich den Menschen ein wenig, der euer neuer Direktor ist. Wie wichtig das ist, hat mir ein Erlebnis vor zwei Tagen gezeigt: Ich habe auf dem Weg zum Bahnhof zwei Unterstufenschüler überholt und im Vorbeigehen gehört, wie einer dem anderen total ernst erklärt hat: „Bisher war der Direktor der Abt German und jetzt ist es dann der Abt Jud!“. In diesem Punkt sollten wir keine Missverständnisse aufkommen lassen. Ich hoffe, dass die wirkliche Situation nun allen klar ist.
[..] Ich bin sehr dankbar, dass ich als Direktor ein geordnetes Haus übernehmen kann, eine Schule, in der die Zusammenarbeit der Schulpartner wunderbar funktioniert. Das ist ganz wesentlich dein Verdienst, lieber Abt German. [..] Für all deine Arbeit, deinen Einsatz und deine Mühe um das Meinhardinum ganz herzlichen Dank! [..] Das Bild vom Schiff, das du verwendet hast, gefällt mir sehr gut. Wenn eine Schule einen neuen Direktor bekommt, dann ist das so ähnlich, wie wenn auf einem Schiff ein neuer Kapitän an Bord kommt. Freilich: Das Meinhardinum ist kein Schnellboot, das ein Einzelner im Zick-Zack-Kurs kreuz und quer über das Wasser lenken könnte. Viel eher passt das Bild eines Segelschiffs [..]. Auf einem Segelschiff ist jede Hand wichtig, alle werden gebraucht, ihr alle seid wichtig, unabhängig von eurer Funktion!
Zum Abschluss habe ich noch eine Bitte: Lasst den neuen Kapitän auf der Brücke des Meinhardinums nicht allein, dann wird unsere Schule weiter einen guten Kurs segeln und gemeinsam werden wir dann auch die Ziele erreichen, die wir erreichen wollen.

Vielen Dank!
Georg Jud

 

 


 

   Elternvereinsobfrau DSA Marina Floriani

   Schulsprecherin Juliet Woolley

 
 Betriebsratsobfrau Mag. Brigitte Thurner

 

Lieber Abt German!

Im Namen der Eltern der Schulgemeinschaft Meinhardinum stehe ich heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge vor Ihnen.
Mit einem weinenden Auge, weil wir alle und ich ganz persönlich Sie als Direktor des Meinhardinums sehr vermissen werden. Ihre humorvolle und herzliche Art hat das Klima am Meinhardinum geprägt. Es gab kein Anliegen, kein Problem und keine Aufregung von Seiten der Eltern, mit dem ich nicht ohne lange zu überlegen einfach zu Ihnen kommen konnte. Sie hatten immer für mich Zeit, hörten aufmerksam zu, wägten ab, trugen viel zur Beruhigung bei und standen stets 100%ig hinter mir. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und bedanke mich dafür. Besonders beeindruckt haben mich immer Ihre besonnene Art und ihre Liebe zu den SchülerInnen im Besonderen und den Menschen im Allgemeinen. Sie sind immer bereit, zuerst das Gute und Positive in jedem Menschen zu sehen, jeder darf bei Ihnen einfach so sein, wie er ist. Ihr Zuspruch: „Das geht dann schon….!“ hat sich in mir festgesetzt und inzwischen ertappe ich mich selber immer öfter dabei, wie ich mir sage: „Marina, das geht dann schon!“ und dabei ganz automatisch ihre Stimme höre und mit einem Lächeln an Sie denke.

Heute auf den Tag genau vor 6 Jahren, am 1.12.2005 trat ich die Nachfolge von Dr.Dr. Würzner als Obfrau des Elternvereines Meinhardinum Stams an. In diesen vergangenen 6 Jahren wuchsen wir zwei zu einem eingespielten Team zusammen, das nicht nur alljährlich den Maturaball und andere Festivitäten miteinander genießt sondern auch so manche Anliegen der Schule, der SchülerInnen, der LehrerInnen und Eltern gemeinsam an den dafür zuständigen Stellen deponiert. Ich finde, wir sind ein tolles Gespann.

Mit einem lachenden Auge stehe ich hier, weil ich mich für Sie freue, dass Sie nun Ihre vielen und vielfältigen Aufgaben mit ein wenig mehr Muße bewältigen können und weil ich die Gewissheit habe, dass wir Sie nur als Direktor in den Ruhestand verabschieden. Als unser Abt German und Schulerhalter bleiben Sie ja Gott sei Dank nicht nur räumlich gesehen in unserer Nähe!

Mit einem Zitat von Abt Bernhard von Clairvaux möchte ich mich noch einmal in aller Form und von Herzen bei Ihnen bedanken und Ihnen alles erdenklich Liebe und Gute für die kommende Zeit wünschen:
„Wenn also alle Menschen ein Recht auf dich haben, dann sei auch du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig du selbst nichts von dir haben? Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit, nur nicht dir selber? Denke also daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer. Ich sage nicht: Tu das oft. Aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.“ Bernhard von Clairvaux, (1091 - 1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe

Ein weiterer Grund, warum ich auch mit einem lachenden Auge vor euch stehe, ist unser neuer Direktor Georg Jud. Lieber Georg, ich möchte dich von Seiten des Elternvereins aufs herzlichste willkommen heißen. Du bist für uns Eltern ja keine unbekannte Größe, sondern berechenbar und bekannt – wir schätzen dich seit Jahren als engagierten und sehr kompetenten Pädagogen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Schulgemeinschaft. Von Seiten des Elternvereins darf ich dir unsere vollste Unterstützung und Mitarbeit anbieten. Wir wissen „unser Meinhardinum“ bei dir in guten Händen. Gleichzeitig bitten wir dich um dein Wohlwollen und Vertrauen, ebenso wie wir es bei Abt German genießen durften.
Auch dir möchte ich ein Zitat von Abt Bernhard von Clairvaux mit auf deinen neuen Weg geben:
„Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen. Stehe an der Spitze um zu dienen, nicht, um zu herrschen!“
In diesem Sinne lieber Georg im Namen des Elternvereines einen guten Start und alles Gute für deine neue Aufgabe.

Marina Floriani